Lauter,bitte! Warum brilliante Lösungen in Unternehmen versanden.


Niemand zweifelt ernsthaft daran: Gute Ideen sind ausreichend vorhanden. Doch kaum jemand wagt sich damit nach vorne. Das darf sich ändern, denn verschwiegene Signale und Anregungen sind die Goldadern des Unternehmens.


Bestehendes verbessern und gänzlich Neues entwerfen um Unternehmen innovativer, Systeme sicherer, Miteinander lebenswerter zu machen – Gedankengut dafür ist in Hülle und Fülle vorhanden. Mindestens eine Person hätte es besser gewusst nach jeder grösseren oder kleineren Katastrophe im Unternehmen, zumindest hat man etwas geahnt. Und sich nicht getraut, sich zu äußern. Oder, schlimmer: Nicht gehört wurde.


Die Angst vor dem Scheiterhaufen


Ein neuer Blickwinkel stellt per definitionem die alte Perspektive in Frage. Das kann schon mal ungemütlich werden. Für den Ideengeber: Auch er selbst ist sich vielleicht noch nicht sicher, wie tragfähig seine Idee ist. Und der Adressat, Chef oder Öffentlichkeit reagieren vielleicht abwehrend. Schlimmer: Abwertend. Hand auf s Herz: Wovor haben Sie selbst mehr Angst, als ausgelacht zu werden?

Kein Wunder also, dass die Hälfte der gut 40.000 Angestellten eines grossen Technologieunternehmens sich nicht sicher fühlen eine abweichende Meinung zu äußern. Und 85% der Angestellten in Consulting, Finanz, Medien, Werbung und Pharma schweigen lieber über wichtige Angelegenheiten, anstatt sie ihrem Boss zu erzählen.

Wieviele grossartige Ideen und Lösungsansätze, Potentiale hinter geschlossenen Mündern versiegen, lässt sich nur ahnen.


Besser hören – lauter sprechen.


Was können Sie als Vorgesetzter tun, um ihre Mitarbeiter und Kollegen zu ermutigen, ihre Bedenken und ihre wie auch immer geartete Kritik kundzutun? Laut hörbar und verständlich?

Lassen Sie in Meetings den/die Jüngste als Erste zur Wort kommen.Schaffen Sie eine Kultur des Vertrauens. Der kürzeste Weg ist Augenkontakt. Machen Sie ihn zum Standard.Seien Sie ehrlich, bleiben jedoch in jedem Fall wertschätzend und anerkennend (auch wenn Sie von einer Anregung mal weniger halten).Schweigen kann zum Reden ermutigen…

Und was können Sie als Mitarbeiter tun, um gehört zu werden?

Üben Sie in scheinbar unwichtigen Situationen, Ihre Meinung öffentlich mitzuteilen. Das hilft im „Ernstfall“!Starten Sie mit dem Sprung über die erste Hürde. Gute Einstiegssätze sind: „Vielleicht ist es Ihnen noch nicht aufgefallen, jedoch…“ „ Ich bin verwirrt, zu beobachten…“ „Können Sie mir genauer erklären, warum …“Wägen Sie ab, wie gross das Risiko wirklich ist: Reden oder Schweigen.Erinnern Sie sich, wie Sie sich gefühlt haben, als Sie das letzte Mal ihre Überlegungen mitgeteilt haben.


Die Erde dreht sich um die Sonne. 22 Jahre hat Nicolaus Copernikus gezögert, seine Entdeckung zu veröffentlichen aus Sorge um Repressalien. Wollen Sie solange warten? Wäre doch schade, wenn in Ihrem Unternehmen goldene Idee versanden…




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